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Mittwoch, 30 November 2016 18:00

Dezember

Jeder Hundeführer weiß, dass sein Hund bei der Jagd nicht gerade ungefährlich lebt. Er kann geschlagen werden oder sich so verausgaben, dass nichts mehr geht. Jagd kann auch für Hunde ein Risiko sein. Wir alle wissen das.

Es kann auch vorkommen, dass ein Hund unglücklich an einer Sau klebt und von einem Schützen beim besten Willen nicht gesehen wird. Und dann mit der Sau erschossen wird. Es kann auch passieren, dass ein Schütze einen Hund mit einer Sau verwechselt und den Hund erschießt - und sich danach reumütig offenbart und hoffentlich den Schaden wenigstens finanziell ausgleicht.

Was aber im Taunus passiert ist, das darf einfach nicht passieren: Ein Schütze saß im gut einsehbaren Hochwald, ein Kopov näherte sich und der Schütze schoss sofort - die Kugel ging vorne in die Brust und kam an der Schulter wieder heraus. Dann entfernte der Schütze den GPS-Sender an der Halsung des Hundes und verscharrte den Kadaver unter Ästen. Anschließend begab sich der Schütze zum Schüsseltreiben, wo er, so berichteten es mir Teilnehmer, sich auch noch als Jagdkönig feiern ließ. Was für ein mieser Charakter, fällt mir dazu nur ein.

Der Schütze ist bekannt. Nach entsprechender Aufforderung hat er sich mittlerweile auch der Polizei gestellt. Bleibt nur zu hoffen, dass dieser Mann nie wieder eine Waffe in die Hand nehmen darf.

Jagd hat etwas mit Charakter zu tun. Schießern, wie dem Schützen aus dem Taunus, spreche ich diesen Charakter ab.

Publiziert in Mit spitzer Feder
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