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Freitag, 10 Februar 2017 12:21

VDD: Diesjährige Zuchtwarte-Tagung verspricht Spannung

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Die Zusammenkunft der Zuchtwarte im Verein Deutsch-Drahthaar am Samstag, 18. Februar, im hessischen Grünberg verspricht spannende Diskussionen.
Insbesondere zwei Themen sind es, die bereits im Vorfeld unter Züchtern und Zuchtwarten für Gesprächsstoff sorgen: Was passiert mit den Blutproben, die Züchter an Professor Dr. Otmar Distl im Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover schicken? DD-Welpen wird dafür im Alter von sieben Wochen drei bis fünf Milliliter Blut entnommen. Für manchen Welpen ist dies eine Tortur. Mit dem Blut sollen genomische Zuchtwerte für Hüftgelenksdysplasie (HD) und Osteochondrose (OCD) der Schultergelenke ermittelt werden. Und dann? Was passiert mit dem Blut weiter? Und was sagen die ermittelten Zuchtwerte eigentlich aus? Findet eine Haltbarkeitsüberprüfung des eingefrorenen Vollbluts statt? Und hat dafür Professor Distl eine Labor-Akkreditierung? Was kostet das Verfahren die Züchter?
Fragen über Fragen, die der Hauptzuchtwart des Vereins, Sigurd Croneiss, eigentlich beantworten können sollte. Sigurd Croneiss wurde auch von Hund & Jagd um ein Gespräch vor der Zuchtwartetagung gebeten. Zunächst sagte er einen Termin zu. Einen Tag später sagte er den Termin ab und verbat sich sogar, dass sein Name in diesem Zusammenhang in dieser Meldung genannt wird. Weshalb das denn?
Ein weiteres Thema für die Zuchtwarte dürfte das Chippen der Welpen werden. Die Frage von Hund & Jagd, wer denn im VDD die Welpen chippt, beantwortete der Hauptzuchtwart zunächst wie folgt: "Unsere Zuchtwarte sind geschult, wer es lieber nicht macht, überlässt es dem Tierarzt." Auf den Hinweis, dass dieses Verfahren illegal ist, machte Croneiss eine Kehrtwendung: "O.k. illegal, so sind wir gestartet. Inzwischen chippt der Tierarzt." Was ist denn nun richtig?
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Tobias Paulsen

Tobias Paulsen hat den Beruf des Redakteurs ab den 70er Jahren in Frankfurt von der Pike auf gelernt. Journalistisch wirkte er zunächst im Lokalen und wechselte später an die Frankfurter Gerichte. Als er in den 90er Jahren Interesse für Wald und Wild entwickelte, war die Ausbildung zum ersten Jagdschein fast schon ein Muss. Anschließend arbeitete er einige Jahre für mehrere Jagdzeitungen und spezialisierte sich dann noch einmal auf den Bereich Jagdhund. Selbst führte er Teckel, einen Kleinen Münsterländer und aktuell einen Deutsch-Drahthaar. Hund & Jagd gründete er 2004.

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