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Sonntag, 29 Januar 2017 09:41

DTK-Führung will nicht mehr

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Für die einen steckt der Deutsche Teckelklub bereits tief in einer Krise, für andere schlittert er gerade hinein.
Nach Beendigung der Sitzung des Erweiterten Vorstands des DTK vor einigen Tagen war eigentlich nur eines klar: Nichts ist klar. Präsident Stefanus Middendorf erklärte, er werde bei der Delegiertenversammlung des DTK im Mai nicht erneut als Präsident kandieren. Eine ähnliche Erklärung gab auch Brigitte Vosen ab, Middendorfs Stellvertreterin. Dass auch er nicht mehr zur Verfügung steht, hat Bundeszuchtwart Dr. Karsten Schöler bereits vor geraumer Zeit erklärt. Für die vakanten Positionen gibt es derzeit keine Kandidaten.
Allerdings gibt es massive Vorwürfe aus der Mitgliedschaft gegen das amtierende Präsidium. Es geht dabei um gewerbsmäßigen Betrug an den Mitgliedern, weil Geld für Leistungen gefordert worden sein soll, die nie erbracht wurden. Und es geht darum, dass noch immer von Zuchtwarten Hunde gechippt werden. Dieser Eingriff bei Hunden darf nur von Tierärzten vorgenommen werden. Auch bei dieser Sitzung sorgte das Präsidium in diesen Punkten für keine Klarheit.
An den Vorwürfen hat sich nach der Sitzung des Erweiterten DTK-Vorstands nichts geändert, allerdings haben die angegriffenen Funktionäre zurückgeschlagen. Zwei Funktionäre des DTK, die es gewagt hatten, das Präsidium zu kritisieren, sollen sich Ehrengerichtsverfahren stellen.
Auf der anderen Seite darf die frühere Bundeszuchtwartin Martina Altmeyer öffentlich behaupten, sie habe seinerzeit aufgedeckt, dass der frühere Präsident Dieter Honsalek tief in die Tasche des DTK gegriffen habe und deshalb abgewählt wurde. Die ehemalige Bundeszuchtwartin sagte dies als Zeugin in einem Strafprozess aus. Anderntags konnte man die ehrabschneidende Äußerung in der Tagespresse lesen. Reaktion des Präsidiums? Schweigen.
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Tobias Paulsen

Tobias Paulsen hat den Beruf des Redakteurs ab den 70er Jahren in Frankfurt von der Pike auf gelernt. Journalistisch wirkte er zunächst im Lokalen und wechselte später an die Frankfurter Gerichte. Als er in den 90er Jahren Interesse für Wald und Wild entwickelte, war die Ausbildung zum ersten Jagdschein fast schon ein Muss. Anschließend arbeitete er einige Jahre für mehrere Jagdzeitungen und spezialisierte sich dann noch einmal auf den Bereich Jagdhund. Selbst führte er Teckel, einen Kleinen Münsterländer und aktuell einen Deutsch-Drahthaar. Hund & Jagd gründete er 2004.

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