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Montag, 16 Januar 2017 14:17

Spitzengespräch in Nordrhein-Westfalen

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Die Spitzen von JGHV und LJV Nordrhein-Westfalen kommen Ende Januar zusammen, um die derzeit angespannte Situation zwischen beiden Verbänden zu diskutieren.

Hintergrund ist, dass der Landesjagdverband viele Jahre von der Führung des Jagdgebauchshundverbandes als "guter Freund" angesehen wurde. In der Diskussion des neuen Jagdgesetzes in NRW hatte sich allerdings herausgestellt, dass der "gute Freund" ein wenig abtrünig geworden ist. Die Interessen des Jagdgebrauchshundwesens, insbesondere die Verteidigung der "Müller-Ente", wurden in den Verhandlungen mit dem NRW-Umweltministerium mehr als stiefmütterlich behandelt. Auch bei der Umsetzung eigener Beschlüsse im Zusammenhang mit dem Schwarzwildgatter erwies sich der Landesjagdverband als eher fahrlässiger Kamerad. Erst als Jagdkynologen die Umsetzung des Gatters selbst in die Hand nahmen, kam das wichtige Vorhaben voran. Höhepunkt des Streits zwischen LJV und der JGHV-Untergliederung Jagdkynologische Arbeitsgemeinschaft war dann, dass die Jagdkynologen und nicht der Landesjagdverband vom Umweltministerium gebeten wurden, das sogenannte "Enten-Monitoring" durchzuführen. Dabei soll bei den Prüfungen beobachtet und bewertet werden, ob die Arbeit an der flugfähigen Ente geeignet ist. Die Umsetzung des Ministeriumwunsches stieß auf kalte Ablehnung bei der LJV-Führung, die sich selbst als einzig geeignet ansieht.
In einem Gespräch am 27. Januar soll nun also geklärt werden, ob die Beziehung vollständig zerrüttet ist oder ob da noch was geht.
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Tobias Paulsen

Tobias Paulsen hat den Beruf des Redakteurs ab den 70er Jahren in Frankfurt von der Pike auf gelernt. Journalistisch wirkte er zunächst im Lokalen und wechselte später an die Frankfurter Gerichte. Als er in den 90er Jahren Interesse für Wald und Wild entwickelte, war die Ausbildung zum ersten Jagdschein fast schon ein Muss. Anschließend arbeitete er einige Jahre für mehrere Jagdzeitungen und spezialisierte sich dann noch einmal auf den Bereich Jagdhund. Selbst führte er Teckel, einen Kleinen Münsterländer und aktuell einen Deutsch-Drahthaar. Hund & Jagd gründete er 2004.

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