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Sonntag, 07 Mai 2017 15:32

Mai

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Alles neu macht der Mai? Vielleicht. Oder fast, bezogen auf alles.
Im Deutschen Teckelklubs stellt der Mai eine große Chance dar. Allein in den letzten Tagen und Wochen haben die Mitglieder der DTK-Führung eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie sich wohl grenzenlos überschätzt haben, als sie seinerzeit ihre Wahl angenommen haben. Einige Beispiele gefällig?
Der Präsident, Stefanus Middendorf, ist zugleich auch Präsident der Weltunion Teckel (WUT). Der Job erfordert Repräsentation im In- und Ausland. Alles für den Teckel, sozusagen. Aber allein die fehlenden Sprachkenntnisse des DTK-Präsidenten haben im Ausland in den letzten Jahren für peinliche Momente gesorgt. Auch im Inland sorgt Middendorf für Irritationen, wenn er seine Welpen auf EBay anbietet. Geht gar nicht, Herr Präsident.
Oder seine Vize Brigitte Vosen. Noch ist der Teckel eine Jagdgebrauchshundrasse. Und was macht die Dame? Sie geht mit dem Teckel tanzen, Dogdancing nennt sich der Unfug, in dem Vosen offenbar die Zukunft des deutschen Teckels sieht.
Der Hauptzuchtwart Dr. Carsten Schoeler hat schon lange jeglichen Kredit bei Teckelzüchtern und -liebhabern verloren. Er ist dafür verantwortlich, dass die so notwendigen Augenuntersuchungen abgeschafft wurden. Und er ist ein therapieresistenter Verharmloser. Alles nicht so schlimm, schreibt er im neuen Vorwort des "Dachshundes". Nun ja, bei den rauhaarigen Teckeln sind etwa 25 Prozent Anlageträger für die Glasknochenkrankheit. Alles also gar nicht so schlimm. Die gute Nachricht, Schoeler kandidiert nicht noch einmal für dieses Amt.
Daneben gibt es noch Zerfallserscheinungen im erweiterten Kreis der DTK-Führung. Der Obmann für das Zuchtrichterwesen trat dieser Tage zurück. Stimmen die Vorwürfe, die zum Rücktritt führten, erwartet den DTK ein weiteres kleines Erdbeben. Der Obmann soll sein Amt missbraucht haben, um sich einem weiblichen Prüfling zu nähern, vorsichtig ausgedrückt. Er selbst verweigert jegliche Stellungnahme, räumt den Vorwurf also auch nicht aus.
In dieser von Hilflosigkeit und Unfähigkeit geprägten Atmosphäre schlägt die DTK-Führung wild um sich. In Berlin wurde die demokratisch gewählte Vorsitzende vorübergehend mundtot gemacht. Jetzt wurde von Middendorf persönlich auch die Vorsitzende in Sachsen abgesetzt. Meinungsfreiheit ist offenbar ein Begriff, den Middendorf nicht kennt. Wer also seine Stimme gegen diesen Präsidenten erhebt, muss mit Konsequenzen rechnen.
Herr Middendorf, wir leben nicht mehr im Dritten Reich!
Die Delegierten des DTK sollten diese DTK-Führung am 27. Mai zum Teufel jagen. Denn: Alles neu macht der Mai. Hoffentlich.
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Tobias Paulsen

Tobias Paulsen hat den Beruf des Redakteurs ab den 70er Jahren in Frankfurt von der Pike auf gelernt. Journalistisch wirkte er zunächst im Lokalen und wechselte später an die Frankfurter Gerichte. Als er in den 90er Jahren Interesse für Wald und Wild entwickelte, war die Ausbildung zum ersten Jagdschein fast schon ein Muss. Anschließend arbeitete er einige Jahre für mehrere Jagdzeitungen und spezialisierte sich dann noch einmal auf den Bereich Jagdhund. Selbst führte er Teckel, einen Kleinen Münsterländer und aktuell einen Deutsch-Drahthaar. Hund & Jagd gründete er 2004.

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