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Donnerstag, 29 Dezember 2016 19:08

Tschüss 2016 - Willkommen 2017

Jetzt ist es rum, das alte Jahr. Willkommen 2017. Viele sind mit der Erwartung reingerutscht, dass alles besser wird als in 2016. Ich auch. Vor allem, wenn ich an die Zeit um Weihnachten zurückdenke. Von wegen Ruhe und Besinnlichkeit, wie es mein Mensch versprochen hatte. Dieses Mal sollte es keine Hektik und keinen Stress geben. Hieß es. Schön wäre es gewesen. Erst habe ich meine Erfahrungen auf diversen Weihnachtsmärkten gemacht. Dann war ich mit meiner Chefin auf der Messe Pferd & Jagd in Hannover. Das war schön, denn da haben wir viele Leute getroffen, die wir vorher nur über Facebook kannten. Ich bekam von vielen Ausstellern Leckerchen. „Rüdemeister“ David Beyer machte mir ein pinkes Signalhalsband mit meinem Namen. „Schnösel“ steht da in reflektierenden Buchstaben drauf. „Huberta“ Natascha Rieger schenkte mir einen tollen braunen Loop. Damit ich nicht immer pink tragen muss. Am Stand von Westho war man sehr um mein leibliches Wohl besorgt und sie verwöhnten mich mit ihrem Hundefutter. Trotzdem war ich froh, als wir nach drei Tagen wieder zuhause waren. Da hab ich dann doch gemerkt, wie anstrengend es war, sich immer von seiner besten Seite zu zeigen, zu jedem freundlich zu sein und sich geduldig streicheln zu lassen.

Dann kam der Heilige Abend. Der Plan war, den Tag ruhig zu verbringen. Nur Frauchen und ich und meine Kumpels. Ha! Von wegen! Los ging der Spaß, als es meinem Frauchen ganz kurzfristig am 24.12. früh morgens eingefallen ist, dass es vielleicht doch ganz schön wäre, wenn man einen Baum in der Wohnung hätte. Und nicht nur auf dem Balkon. Also hat sich die bekloppte Nudel in ihre Jagdklamotten geschmissen, mir einen grünen Hundemantel angezogen, Säge eingepackt und ist mir mir los gezogen. Zur Weihnachtsbaumschonung. Wir mussten nur ein bisschen durch den Wald laufen, dann waren wir schon da. Jetzt hieß es aufpassen, dass wir nicht gesehen werden. Die Durchgeknallte, an deren Leine ich hing (oder umgekehrt), zog sich noch ein grünes Tuch vors Gesicht, dann schlichen wir uns an. Achtung, die ich-klaue-einen-Weihnachtsbaum-Guerillia auf dem Vormarsch. Nochmal die Gegend gesichert und schwupps, hatte sie den Zaun aufgebogen. Leider war die Deckung durch das Fällen vieler Bäume sehr dürftig. Und nu? Ehe ich es mir versah, lag das verrückte Weib schon auf der Erde, befahl mir, es ihr gleich zu tun und so robbten wir zu dem Baum, den sie ausgeguckt hatte. Flugs kam die Säge zum Einsatz und ratzfatz gab der Baum jeglichen Widerstand ob ihrer Entschlossenheit auf und fiel um. Der Weg aus der Schonung gestaltete sich etwas schwieriger, so auf dem Bauch robbend, den Baum hinter sich her ziehend. Aber irgendwie haben wir es dann geschafft. Fröhlich zogen wir mit Baum von dannen Richtung Haus. Da, plötzlich Motorgeräusche. Ich schwör Euch, ich hab noch nie einen Weihnachtsbaum so schnell in so hohem Bogen in einen Graben fliegen sehen. Na prima, der Herr über die Weihnachtsbäume höchstpersönlich. Auf seinem Traktor. Das konnte ja jetzt heiter werden. Aber da hatte ich die Rechnung ohne die Duchtriebene gemacht. Sie setzte ihr strahlendstes Lächeln auf und grüßte fröhlich winkend. Dadurch war der Typ auf dem Traktor so abgelenkt, dass er den Baum im Graben nicht bemerkte und zügig weiter fuhr. Wir schlugen uns einige Meter weiter in die Büsche und warteten, bis er ganz verschwunden war. Dann ging es zurück. Flugs in den Graben geklettert, Baum geborgen und nix wie ab nachhause. Auf Schleichwegen duch den Wald. Zuhause wurde der Baum geschmückt und schon stand das nächste Highlight an. Man müsste jetzt dann doch endlich nach Whisky schauen. Ich leckte mir schon erwartungsvoll den Fang. Wer mich näher kennt, der weiß, dass ich einem guten Tropfen nicht abgeneigt bin. Dann die große Enttäuschung: Whisky ist nichts zu trinken, sondern ein Pferd. Unser Pferd. Also wurde ich mitsamt zwei Sack Pferdemüsli, Möhren und Futtertonne sowie einer Magnum Flasche Sekt ins Auto verfrachtet und hatte das Vergnügen, den Gaul besuchen zu dürfen. Hurra, große Freude kam über mich. Als wir ankamen, standen schon einige Pferdeleute dick eingemummelt, ihre Mützen tief ins Gesicht gezogen, um eine Feuertonne. Ich kam mir vor wie in einem Ghetto. Fehlte nur noch der Ghetto-Blaster. Aber auch da wusste man sich zu helfen. Einfach mit dem Traktor nah genug heran gefahren und das Radio laut gestellt. Ruckzuck hatten sie die Magnumflasche geleert und es wurde die nächste aufgemacht. Na ja, was soll ich sagen, der Abend war schon recht weit fortgeschritten, bis wir angeschickert den Heimweg antraten. Wie angeschickert dieses Weib, das sich mein Frauchen nennt, wirklich war, bekam ich Zuhause zu hören. Da fing sie doch tatsächlich während der Zubereitung unseres Futters an, Weihnachtslieder zu singen. Schön laut und schön falsch. Nichts wars mit stille Nacht und Besinnlichkeit. 
Ja, ich bin froh, dass Weihnachten rum ist. Und jetzt schon beunruhigt, wenn ich an April denke. Da ist Ostern...wer weiß, was der Duchgeknallten da wieder einfällt....
Gut, dass bis dahin noch einige Zeit vergeht.  Ich habe jetzt im Januar genug zu tun. Für mich steht Apportiertraining auf dem täglichen Plan, da ich im Herbst Prüfungen laufen soll.  Mein Rudel hat Zuwachs bekommen, um den ich mich auch kümmern muss. Dazu Reviergänge, abendlicher Ansitz auf Sauen und und und... Ganz spannend wird es Anfang Februar. Da kommt die erste Printausgabe von Hund & Jagd in den Handel. Klar, dass ich da auch mit meiner Kolumne dabei bin. Dazu laufen die Vorbereitungen auf die große Messe Hund & Pferd in Dortmund. Dort bin ich natürlich auch vor Ort und freue mich über Euren Besuch. Bis dahin wünsche ich Euch eine gute Zeit und Waidmannsheil!
Euer Schnösel

Publiziert in Schnösels Welt
Dienstag, 08 November 2016 07:38

DK Oberfranken: Die Würfel sind gefallen

Am Sonntag, 6. November, fand eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Deutsch-Kurzhaar-Klubs Oberfranken-Haßberge statt.

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Marica Schumacher, Vorsitzende des DK-Klubs Oberfranken-Haßberge sowie Präsidiumsmitglied des DK-Verbandes, soll Geld ihrer Mitglieder veruntreut haben.

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Samstag, 21 November 2015 11:42

Epilepsie-Fälle im Deutsch-Kurzhaar-Verband

Bei Züchtern und Hundebesitzern kursiert derzeit das Gerücht, dass es in der Rasse Deutsch-Kurzhaar ein Epilepsieproblem gibt.
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Der DK-Verband unternimmt nach 2014 einen weiteren Anlauf, eine neue Zuchtordnung zu beschließen.
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Samstag, 19 März 2016 08:26

DK-Präsidium wieder komplett

Die Hauptversammlung des Deutsch-Kurzhaar-Verbandes hat ohne Gegenstimmen und bei nur wenigen Enthaltungen den Rechtsanwalt Dennis Kramer zum Vize-Präsidenten des Verbandes gewählt.
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Dienstag, 29 März 2016 08:23

DK-Verband gibt sich eine neue Zuchtordnung

Der Deutsch-Kurzverband hat eine neue Zuchtordnung beschlossen, die sich stärker an die Zuchtordnung des VDH anlehnt.
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Es seien maximal 0,08 bis 0,25 Prozent aller Kurzhaar-Hunde von Epilepsie betroffen, argumentiert der Präsident des Deutsch-Kurzhaar-Verbandes, Michael Hammerer.
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Montag, 26 September 2016 15:30

Oktober 2016

Das war sie also. Die Dr. Kleemann Zuchtausleseprüfung des Deutsch-Kurzhaar Verbandes. Wir sind auf dem Heimweg. Über acht Stunden Fahrt haben wir vor uns. Und es waren Führer mit ihren Hunden da, die eine noch viel größere Entfernung zurückgelegt haben, um dabei zu sein. Was für ne Strapaze. Nur für eine Hundeprüfung. Ich frag mich: Was hat Mensch davon?

Mein Chef und das Frauchen reden über die vergangenen Tage. Sie diskutieren. Es geht um das Niveau der Prüfung. Und dass die Prüfungsordnung und die gezeigten Arbeiten weit auseinander klaffen würden. Ihr Gebrabbelt macht mich müde. Ich schlafe ein ...

....und träume davon, wie ICH  stolz durch den Ring laufe. Platz da, jetzt komm ich - der Schnösel! Jeder soll sehen, WIE toll ich bin. Mich den Formwertrichtern von meiner elegantesten Seite zeige. Und das Prädikat "vorzüglich" auf meinen Hintern -ähm nein, natürlich in meine Ahnentafel - gestempelt bekomme.

Der nächste Tag: Die Prüfung geht los. Wir fahren ins Feld. Elegant ziehe ich meine Kreise. Ich finde einen Hasen und stehe vor. Nein, dieses Mal bin ich gehorsam und versuche nicht, ihn zu packen. Die Suche geht weiter... Moment....was rieche ich denn da? Das duftet doch nach Fasan? Ich stehe vor, ziehe nach, stehe vor, in allerbester Kurzhaar-Manier. Die Richter sind zufrieden. Meine Futtermeisterin auch. Prima, damit hab ich mir für heute Abend ne Extra Portion Fleisch gesichert.

Jetzt noch ans Wasser. Boah, was ist das groß. Und viel Schilf. Ich soll ins Wasser und das Schilf durchstöbern. Es riecht nach den Hunden, die vorher hier waren. Und es riecht nach einer Ente. Verdammt, wo ist das Biest? Ich suche. Immer der Nase nach. Plötzlich höre ich quaken und ein Platschen. Schnell hinterher. Ja, da schwimmt sie. Ich nehme die Verfolgung auf. Warte, du Federvieh, dich krieg ich! Oh...wo ist sie denn jetzt hin? Abgetaucht. Wie fies ist das denn! Ich suche und suche. Schwimme zum Schilf und durchstöbere es. Und stolpere über eine Ente. Die packe ich lieber gleich, bevor sie sich ins Wasser verzieht, und bringe sie meinem Frauchen. Schau mal, ich hab Beute gemacht. Brav setze ich mich hin und warte, bis mir die Ente abgenommen wird. Moment - was soll das denn? Warum werde ich schon angeleint? Da sind noch ganz viele Enten, die ich bringen kann. Glaubt mir doch! Aaah, es wird eine tote Ente ins Wasser geworfen, die ich rausholen soll. Kein Problem. Ich schwimm hin. Es wird aufs Wasser geschossen. Ich recke meinen Hals aus dem Wasser und schaue, ob eine Ente getroffen wurde. Ist aber ein schlechter Schütze gewesen, weil, außer der reingeworfenen toten Ente ist da nichts. Also pack ich die und bring sie. Fertig. Ich höre, wie die Richter meine Arbeit besprechen. Sie sind wohl zufrieden. Denk ich mir, weil mein Mensch sich so freut. Und knuddelt. Muss ich die Prüfung wohl bestanden haben.

Ich wache auf und hänge meinem Traum nach. Ich denke an den vergangenen Festabend. Da saßen alle zusammen und redeten über die Prüfung. Viele sind stolz auf ihre Hunde. Die haben bestanden. Andere sind durchgefallen und sagen, sie sind trotzdem stolz auf ihre Hunde. Aber ich sehe, dass sie irgendwie sauer sind. Und frage mich, warum es Ihnen so wichtig ist, dass ihr Hund einen Titel bekommt. Dann fällt mir ein Gespräch von zwei Männern ein. Das habe ich im Hotel auf der Terrasse belauscht. Die beiden haben sich über die Leistungen ihrer Hunde unterhalten. Sie haben sich gegenseitig mit Prüfungsergebnissen ihrer Vierbeiner übertrumpft. Und was so ein Hund wert ist, wenn er den Titel "KS" trägt. Wie oft ein Rüde dann als Deckrüde zum Einsatz kommt und die Kasse für seinen Besitzer klingelt. Und dass einem die Welpen einer "KS"-Hündin aus der Hand gerissen werden. Je mehr dieses "KS" in der Ahnentafel auftaucht, umso besser sollen die Welpen sein. Glauben zumindest die ahnungslosen Welpenkäufer. Und zahlen dann auch schon mal etwas mehr für den kleinen Wurm.

Das ist es also, was Mensch antreibt. Sie fahren mit uns tausende Kilometer, investieren Zeit und Geld - da dürfen sie natürlich auch erwarten, dass wir ihnen was zurückgeben. Uns den Titel holen und dann Geld für sie verdienen. Als Deckrüde oder Zuchthündin. Es gibt natürlich auch noch den einen oder anderen, dem Ruhm und Ehre reichen. Mir entfährt ein tiefer Seufzer.

Ich habe viele Gespräche belauscht auf der Kleemann 2016. Dabei habe ich erfahren, dass ein Berufsabrichter 2000 € Prämie erhält, wenn der von ihm geführte Hund erfolgreich abschneidet. Ich mag gar nicht darüber nachdenken, welche Mittel eingesetzt werden, um das Ziel zu erreichen. Es gab nur wenige Besitzer frisch gekürter KS-Titelträger, die geäußert haben, dass sie auch während der Prüfungsvorbereitungen gemeinsam mit ihrem Hund gejagt haben. Sich jetzt auf die weitere jagdliche Zusammenarbeit mit ihren gut ausgebildeten Hunden freuen. Und ist es nicht genau das, um was es gehen sollte - die Freude an der gemeinsamen Jagd?
Publiziert in Schnösels Welt
Montag, 26 September 2016 07:47

Oktober 2016

Dass im Deutsch-Kurzhaar-Verband in drei, vier Zwingern verantwortungslos gezüchtet wird, ist für die Rasse insgesamt ganz sicher keine Katastrophe.

Publiziert in Mit spitzer Feder
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